Auf gesperrte Systemdaten zugreifen
Selbst Administratoren verweigert Windows XP den Zugriff auf bestimmte Ordner, zum Beispiel “System Volume Information” mit den Daten der einzelnen Wiederherstellungspunkte. Dumm nur: Genau darin hat sich offenbar ein Virus eingeschlichen, den der Virenscanner wegen der Sperre nicht entfernen kann.
Als Administrator haben Sie die Möglichkeit, sich die fehlenden Rechte zu verschaffen. Allerdings verändert dies die Einstellungen dauerhaft, was meist nicht erwünscht ist. Wenn Sie die weitergehenden Zugriffsrechte nur vorübergehend benötigen, gibt es als einfache Alternative die Arbeit mit den Systemrechten.
Mithilfe des Befehls “at” startet Windows ein Programm zu einer vorgegebenen Zeit automatisch so, dass es mit Systemrechten läuft. Dafür müssen Sie neben dem Programm- Namen noch zwei weitere Parameter übergeben. Das sind die Startzeit sowie die Option “/interactive”, um mit dem Programm zu kommunizieren. Rufen Sie den Befehl “Ausführen” im Startmenü auf und tippen Sie
at [hh:mm] /interactive [Programmname]
ein. Die Angabe [hh:mm] ersetzen Sie durch die im Systemtray angezeigte Uhrzeit plus eine Minute. Klicken Sie auf “OK”. Warten Sie nun die Minute ab, bis das System das Programm mit maximalen Rechten startet. Das kann zum Beispiel der Windows Explorer sein, der jetzt die zuvor gesperrten Verzeichnisse öffnen kann. Hilfreich ist diese Methode zum Beispiel in der Situation, wenn sich ein Virus im Ordner “System Volume Information” eingeschlichen hat. Zum Entfernen müssen Sie sich zunächst die nötigen Rechte verschaffen oder das Desinfektionstool mit Systemrechten ausführen. Auch in der Registry haben Administratoren nicht überall Zugriff. Beispielsweise speichert Windows Benutzerkonten und Gruppen in der SAM-Datenbank unter dem Schlüssel “HKEY_LOCAL_MACHINE\SAM”. Für den Zugriff auf weitere Inhalte unterhalb dieses Eintrags benötigen Sie ebenfalls Systemrechte.
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