Nicht nur in sozialen Netzwerken tauchen immer häufiger Beiträge mit kleinen Bildern auf, die aus Textzeichen konstruiert sind. Viele dieser ASCII-Bildchen sind richtige Kunstwerke. Wie lassen sich diese leicht erstellen?

Da einige Internetplattformen wie Twitter keine Grafiken unterstützen, hat sich ein Trend hin zu Pseudo-Grafiken aus Textzeichen entwickelt. Da die Eingabe per Hand bei größeren Bildern schnell sehr aufwendig wird, lassen sich die ASCII-Grafiken per Software-Generator erzeugen. Eine geeignete Freeware ist der Characterizer.

Nach dem Download entpacken Sie das ZIP-Archiv und starten “setup.exe” zur Installation. Starten Sie den Characterizer und klicken Sie im Register “Image” auf “Load Image”. Wählen Sie ein Foto oder eine beliebige andere Datei im Format BMP, JPG oder WMF und klicken Sie auf “Öffnen”. Sinnvoll ist eine Vorlage mit relativ geringen Abmessungen sowie markanten Formen und deutlichen Kontrasten. Solche Motive kann das Programm leichter umwandeln.

Unter “Options” bestimmen Sie die Größe des fertigen Textbereichs. Dabei entspricht “Width” den Zeichen pro Zeile und “Height” der Zeilenanzahl. Größere Werte verbessern zwar die Qualität des ASCII-Bilds, machen es aber für den gewünschten Zweck schnell ungeeignet. Häufig ist es ratsam, die Option “Invert colors” zu aktivieren. Dadurch erhalten Sie ein satteres Bild, was bei einer Darstellung “weiß auf schwarzem Hintergrund” die Vorlage recht gut wiedergeben kann. Bei “Render method” stehen verschiedene Varianten zur Auswahl, wie die Helligkeiten in Buchstaben umzusetzen sind. Wählen Sie zur genaueren Anpassung “User defined set” und legen Sie dahinter die Folge der gewünschten Zeichen von hell nach dunkel fest.

Ein Klick auf “Generate text” erzeugt die Buchstabendarstellung. Zur Ansicht sollte die gewählte Schriftgröße möglichst klein sein, was Sie unter “Font size” einstellen können. Schließlich lässt sich das Ergebnis per Befehl in eine Textdatei speichern oder direkt in die Zwischenablage übernehmen.

Hinweis:
Die Bildwiedergabe mit Buchstaben funktioniert nur bei einer Schriftart mit fester Zeichenbreite wie etwa Courier, scheitert aber zum Beispiel bei gängigen Proportionalschriften wie Times New Roman.

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