WLAN-Verbindung analysieren und optimieren
Drahtlose Netzwerke scheinen manchmal ein Eigenleben zu führen: Mal funktioniert alles genau so, wie es soll, dann wieder bricht die Verbindung zum PC ab oder ist extrem langsam.
Wenn Ihr Funknetzwerk zumindest zeitweise funktioniert, ist die Grundkonfiguration offenbar richtig eingestellt. Die beschriebenen Probleme können von einer schwachen Funkverbindung herrühren, die möglicherweise durch angrenzende WLANs ihrer Nachbarn zusätzlich beeinträchtigt wird. Da gilt es zunächst, sich ein Bild der aktuellen Funkumgebung zu machen.
Unter Windows XP hilft dabei die schon etwas betagte, aber leistungsfähige Freeware NetStumbler, unter Vista und Windows 7 der neuere Vistumbler. Die Vorgehensweise bei der Analyse und die Bedienung beider Tools ähneln sich sehr. Daher beschreiben wir exemplarisch am Vistumbler das Vorgehen:
Aktivieren Sie Ihren WLAN-Adapter, installieren Sie das Programm und starten Sie es. Über “Settings | Set language” ändern Sie die Sprache auf “Deutsch” und starten das Programm noch einmal neu. Nach einem Klick auf die Schaltfläche “Suche ” ermittelt das Tool alle in der Umgebung verfügbaren Funknetze. Anhand des Netzwerknamens (SSID) ermitteln Sie Ihr eigenes WLAN. In der Spalte “Kanal” können Sie sehen, auf welchem Frequenzabschnitt es funkt – und auf welchen Kanälen andere WLANs aktiv sind. Damit sich die Funknetzwerke nicht gegenseitig stören, sollten Sie idealerweise mindestens 5 Kanäle auseinander liegen. Bei maximal 13 Kanälen im 2,4- GHz-Band ist die Wahrscheinlichkeit allerdings besonders in Mehrfamilienhäusern eher gering, dass das möglich ist. Trotzdem lässt sich die Situation meist verbessern.
Kontrollieren Sie in der Spalte “Signal”, welche benachbarten Fremdnetze den stärksten Einfluss auf Ihr WLAN haben. Versuchen Sie einen Kanal zu finden, der möglichst weit von diesen entfernt liegt. Richten Sie dann Ihren Router so ein, dass er auf eben diesem Kanal funkt.
Als Nächstes testen Sie die Position und Ausrichtung des Notebooks beziehungsweise PCs sowie der Antenne(n) des Routers. Dazu markieren Sie Ihr eigenes Funknetz in der Liste und klicken dann auf “Graph1″. Ändern Sie nun Standort oder Ausrichtung des Notebooks oder PCs und beobachten Sie dabei die Signalstärke. Oft genügt schone eine Drehung des Rechners, um die Signalstärke deutlich zu verbessern.
Versuchen Sie übrigens auch für den Router eine optimale Position zu finden: Er sollte möglichst hoch und frei im Raum stehen und nicht etwa hinter dem Rechnergehäuse versteckt sein.
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