Neue Datei per Kontextmenü anlegen
Über das Dateimenü oder das Kontextmenü innerhalb eines Ordners lassen sich mit dem Befehl “Neu” leere Dateien erzeugen und gleich benennen – jedoch nur bestimmte Typen wie “.XLS” oder “.DOC”. Sie möchten diese praktische Möglichkeit auf weitere Typen ausdehnen, um damit beispielsweise eine Word-Vorlagendatei anzulegen.
Das erledigen Sie direkt in der Registry. Navigieren Sie im Editor zum Schlüssel “HKEY_CLASSES_ROOT” und suchen Sie dort den Unterschlüssel für die gewünschte Datei-Endung – für Word-Vorlagen etwa ist das “.DOT”.
Prüfen Sie im rechten Teil des Fensters die Zeichenfolge “Standard”. Wenn dort ein Wert zugeordnet ist, wechseln Sie in den gleichnamigen Unterschlüssel. Sonst bleiben Sie im aktuellen Schlüssel. Prüfen Sie, ob der Unterschlüssel “ShellNew” vorhanden ist. Wenn nicht, legen Sie ihn mit “Bearbeiten | Neu | Schlüssel” an. Wechseln Sie schließlich dorthin, klicken Sie in den rechten Teil des Fensters und erzeugen Sie mit “Bearbeiten | Neu | Zeichenfolge” den Eintrag “NullFile”, dem Sie keinen Wert zuweisen. Schließen Sie die Registry und starten Sie den Windows Explorer neu. Ab jetzt steht der zusätzliche Befehl “Datei | Neu | Microsoft Word-Vorlage” zur Verfügung.
Außer der leeren Datei können Sie auch die Kopie einer bestehenden anlegen oder einen geeigneten Befehlsaufruf ausführen. Dafür geben Sie in der Registry statt “NullFile” die Zeichenfolge “FileName” ein. Anschließend klicken Sie doppelt auf den Eintrag und bestimmen als “Wert” die gewünschte Quelldatei. Verwenden Sie im Beispiel etwa die “Normal.dot”. Achten Sie darauf, den kompletten Pfad zur Datei einzugeben.<
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Anlegen einer neuen Datei über einen Befehlsaufruf nebst Kommandozeilenparameter zu automatisieren. Dafür legen Sie statt “NullFile” oder “FileName” die Zeichenfolge “Command” an und weisen ihr als Wert den Befehlsaufruf des gewünschten Programms zu.
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