Optimalen Standort für schnelle WLAN-Verbindung ermitteln
Nach dem Einrichten eines WLANs gibt es immer wieder Probleme mit der Qualität der Verbindung. Möglicherweise beeinflussen sich mehrere benachbarte Drahtlosnetzwerke negativ.
Beim Einrichten eines drahtlosen Funknetzwerks sollten Sie möglichst einen unbenutzten Kanal wählen. Das ist jedoch bei dichtem Funkverkehr, etwa in Mehrfamilienhäusern, kaum möglich. Außer der Kanalnummer müssen Sie zusätzlich noch die tatsächliche Signalstärke in den einzelnen Kanälen berücksichtigen. Darüber hinaus ist es sowohl für den Router als auch für den WLAN-Client, etwa ein Notebook, wichtig, den optimalen Standort zu finden.
Mit der Freeware inSSIDer können Sie quasi in Echtzeit die Funkumgebung Ihres WLANClients analysieren. Das ist praktisch, wenn Sie den jeweils optimalen Standort für verschiedene Wohn- und Arbeitsbereiche ermitteln möchten, etwa im Wohnzimmer und auf der Terrasse.
Zur Installation starten Sie die MSI-Datei und folgen den Set-up-Anweisungen. Beachten Sie, dass das Microsoft .NET-Framework 2.0 Auf dem Rechner installiert sein muss – was üblicherweise der Fall ist. Nach dem Start des Programms klicken Sie auf die Schaltfläche “Scannen starten”. Das Tool informiert bereits nach kurzer Zeit tabellarisch über alle erreichbaren Funknetze. Darunter stellt es die Signalstärke abhängig vom gewählten Funkkanal grafisch dar und zeigt zusätzlich den zeitlichen Verlauf der einzelnen Signalstärken.
Bewegen Sie sich mit laufendem inSSIDer durch den gewünschten Bereich. Dabei werden Sie feststellen, dass einerseits die Signalstärken stark von der Position abhängen und andererseits je nach Ort weitere Funknetze in Reichweite gelangen. Normalerweise stammt das stärkste Signal vom eigenen Funknetz, das Sie auch anhand seiner SSIDBezeichnung erkennen. Wenn Sie sich unsicher sind, bringen Sie das Notebook in die Nähe des WLAN-Routers – das stärkste Signal ist dann leicht auszumachen. Sollten also in einem Kanal besonders viele Funknetze vorhanden sein, empfiehlt es sich, dass Sie einen anderen verwenden.
In der Abbildung ist das rot markierte eigene Funknetz zwar momentan das stärkste, im zeitlichen Verlauf ist das Signal aber, verursacht durch eine Positionsänderung, zeitweilig schwächer als das grün gekennzeichnete Funknetz auf demselben Kanal. Die Kon figuration ist also zumindest bei mobilem Einsatz nicht optimal. Besser wäre ein Wechsel auf einen schwächer beeinflussten Kanal. Sollten noch mehr Funknetze parallel arbeiten, wählen Sie am besten einen Kanal, bei dem die geringsten fremden Signalstärken auftreten.
Hinweis: Wenn Sie eines der verbreiteten FritzBox-Modelle von AVM als Router einsetzen, können Sie die Störeinflüsse an seinem Standort direkt über die Bedienoberfläche ermitteln. Dazu melden Sie sich über die Adresse http://fritz.box am Router an und klicken auf “WLAN | Funkkanal”. Unterhalb des Diagramms “WLAN-Umgebung” setzen Sie ein Häkchen vor “Störeinflüsse einblenden “. Im Diagramm steht ein gelber Balken für ein erkanntes Fremdnetz, Ihre eigene Box wird blau dargestellt. Die Höhe der grauen Balken gibt die Stärke der Störungen auf dem jeweiligen Kanal an. Wählen Sie im oberen Bereich der Seite schließlich einen möglichst wenig belasteten Funkkanal aus.
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Klasse Programm, sehr hilfreich.