Ihr extra leiser Wohnzimmer-Rechner bläst bei jedem Start was das Zeug hält, ist nach einem Stand-by lauter als zuvor und nervt Sie mit seinem ständig präsenten Lüftergeräusch.

Fieses Lüfterrauschen muss nicht sein! Eine effektive und trotzdem leise Lüfterregelung ließe sich nur erreichen, wenn man das individuelle Abwärme- und Lüftungssystem des Rechners optimiert. Eine 08/15-Temperatur-Regelung – wie sie allenthalben auf Mainboards zu finden ist – kann das beim besten Willen nicht leisten. Die Drehzahlregelung ist meist nur eine billige Zusatzfunktion sogenannter Super-I/O-ICs, die überdies auch andere Funktionsgruppen, wie etwa Schnittstellen-Controller beherbergen. In vielen Fällen bieten diese Schaltungen zu wenig Regelstufen und sind zudem viel zu sehr auf Sicherheit ausgelegt. In der Folge laufen die meisten Lüfter viel zu schnell und damit auch zu laut.

Eine deutlich feinfühligere Lüfterregelung lässt das Tool SpeedFan. Es funktioniert auf allen gängigen Mainboards. Das Problem des übermäßig lauten Rechnerstartes bekommen Sie damit allerdings nicht in den Griff, da das Programm erst nach dem Start des Betriebssystems wirksam wird. Hier könnte ein anderer Lösungsansatz Erfolg bringen: Als Alternative zur temperaturabhängigen Drehzahlregelung können Sie zur Geräuschminderung auch einen besonders großen Kühlkörper mit einem langsam drehenden 12-cm-Lüfter einsetzen. Er kühlt die CPU in jeder Situation ausreichend. In vielen Fällen reicht der Betrieb mit sieben anstatt 12 Volt vollkommen aus. Sie müssen nur sicher sein, dass der Ventilator mit sieben Volt auch sicher anläuft. Sie bekommen die sieben Volt Spannung, wenn Sie zum 12- Volt-Kabel statt Masse das 5-Volt-Kabel anschließen. Der Lüfter läuft dann mit der Spannungsdifferenz von 12 Minus 5, also 7 Volt. Machen Sie nach dem Umbau einen Belastungstest, um zu sehen, ob die Kühlleistung auch ausreicht.

Ähnliche Beiträge: