Surfen mit einem langsamen Internetzugang ist ein Kreuz. Leider ist in vielen ländlichen Gegenden nach wie vor kein DSL erhältlich. Lassen sich die Web besuche trotzdem beschleunigen?

Eine Methode, um auch bei langsamen Verbindungen einen möglichst schnellen Seitenaufbau zu erzielen, ist die Datenkompression. Dabei werden große Objekte wie Bilder vor dem Übertragen stark verdichtet. Diese Kompression muss vor der Übermittlung der Daten durch den Flaschenhals erfolgen, beim Downstream also auf der Seite des Anbieters. Diese Technik bieten einige Bezahldienste an. Doch es geht auch kostenlos, nämlich mit der neuen Version 10 des Opera-Browsers. Im sogenannten “Turbo”-Modus kommuniziert das Surfprogramm mit einem Kompressionsserver bei Opera.

Zum Einschalten des “Turbo”-Modus klicken Sie links unten in der Statusleiste auf das zugehörige Symbol, welches dann durch grünen Hintergrund den Status signalisiert. Opera kann den Modus auch selbstständig nach Bedarf an- und ausschalten. Dafür klicken Sie auf den Pfeil neben dem Symbol und wählen “Opera Turbo konfigurieren”. Ändern Sie die Option auf “Automatisch” und bestätigen Sie mit “OK” – das wird in der Symbolleiste blau signalisiert.

HINWEIS: Bei einem schnellen Internetanschluss bringt der Turbo-Modus keinen Vorteil. Den Nachteil einer deutlich schlechteren Qualität der Grafiken sollten Sie nur bei langsamen Netzwerken in Kauf nehmen. Schlechte Datenübertragungsraten können übrigens auch auftreten, wenn der Empfang in einem WLAN schwach oder gestört sowie ein Hotspot oder Ihr Provider mit sehr hohem Datenverkehr überlastet ist. Wenn die Website aber selbst langsam ist, kann der Turbo auch nicht helfen.

Da der gesamte Datenverkehr im Turbo- Modus über Operaserver läuft, könnte der Browserhersteller theoretisch auch ein Surfprofil von Ihnen erstellen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, verzichten Sie auf den Einsatz des Boosters.

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