Auch CPU-Kühler altern: Zäh-pappiger Staub überzieht sie mit der Zeit, das Edelmetall verliert seine Kühlfähigkeit und der Lüfter läuft zunehmend unrunder und lauter. Zeit, sich einen neuen Prozessorkühler ins System zu holen, am besten gleich einen extraleisen. Doch seit der neue Leisedreher eingebaut ist, verweigert der Rechner mit ständigem Gepiepse jeglichen Systemstart.

Was nach einem plötzlichen Systemdefekt oder fatalen Montagefehler klingt, ist oft ein Missverständnis zwischen dem Mainboard und dem neuen Prozessorkühler. Vor allem besser ausgestattete Platinen beherbergen im BIOS eine Drehzahlüberwachung, die im Fehlerfall des CPU-Lüfters sofort Alarm schlägt – also genau jenes nervende Gepiepse produziert. Dieser Alarm wird jedoch nicht erst beim absoluten Stillstand des Lüfters ausgelöst, sondern bereits dann, wenn eine im BIOS definierte Drehzahl unterschritten wird. Ein geläufiger Wert ist zum Beispiel 1.200 bis 1.600 Umdrehungen pro Minute. Auf leise getrimmte Kühler unterschreiten diesen Wert schon mal. Trotzdem sorgen besonders Lüfter mit großen Schaufeln bereits mit 800 Umdrehungen die Minute für ausreichend Prozessor-Erfrischung. Nur das BIOS des Mainboards sieht dies eben anders.

Diese Unstimmigkeiten lassen sich im BIOS zum Glück abschalten. Da der PC mit dem neuen CPU-Kühler nicht starten will, müssen Sie zunächst nochmals den alten Kühler montieren. Danach schalten Sie den Rechner ein und gelangen mit der Taste [Entf] oder [F1] ins BIOS. Im Untermenü “Power”, “Power-Management” (oder ähnliche Bezeichnung) wählen Sie den Punkt “Hardware-Monitor” und hier eine Option à la “CPU Fan Speed Warning”. Dort lässt sich die Alarmschwelle für den Lüfter anpassen oder gegebenenfalls mit der Einstellung “Disable” komplett ausschalten.

Achtung: Nach der Installation des neuen CPU-Kühlers sollten Sie prüfen, ob die Temperatur unbedenklich ist. Gehen Sie dazu erneut im BIOS zu “Hardware-Monitor” und dort zur Temperatur-Überwachung. Lassen Sie den PC dann 15 Minuten im BIOS-Leerlauf. Das sieht zwar unspektakulär aus, hält die CPU aber unter Volllast. Der angezeigte Wert hinter “CPU Temperature” sollte 65 Grad nicht überschreiten und keinesfalls höher sein als 75 Grad. Ansonsten ist der neue Kühler für Ihre CPU zu schwach.

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